Seminar und Praktikum zur Didaktik der Physik
Versuchskarte zu experimentellen Themen
 
Datum:

Titel:

Kristalle züchten



Versuchsnr.: 08

Namen: Caroline Lutz, Tobias Nau, Carolin Häufle

Gruppe: C

DP Physik

 
Versuchsaufbauten
mit Parametern
 
         
   
Geräte
mit Firmenangabe

Kupfer(II)-sulfat-5-hydrat
destilliertes Wasser
2 Bechergläser (300 ml)
Heizplatte
Filterpapier
Nylonschnur
Glas- oder Holzstab

Durchführung

• In das Becherglas gibt man etwa 200 ml destilliertes Wasser und löst darin soviel Kupfersulfat, bis sich ein Bodensatz bildet. Um das Auflösen zu beschleunigen, kann die Lösung mit der Heizplatte auf maximal 50° C erhitzt werden.
• Die gesättigte Lösung wird gefiltert und an einen ruhigen, erschütterungsfreien Ort gestellt. Das Glas sollte dabei nicht in direktem Sonnenlicht stehen, um ein Verdunsten zu vermeiden.
• Nach ein bis zwei Tagen haben sich am Becherboden etwa 5 mm große Kristalle gebildet. Einen dieser Kristalle befestigt man an der Nylonschnur.
• Die restliche Flüssigkeit wird erneut abgefiltert. Dazu gibt man wieder soviel Kupfersulfat, bis die Lösung gesättigt ist.
• Der kleine Kristall wird in die Lösung gehängt und kann nun weiter wachsen. Er sollte dabei vollständig von Flüssigkeit bedeckt sein und nicht den Boden berühren. Gegebenfalls muss nochmals Wasser zugefügt werden (auf Sättigung achten!)
• Alle ein bis zwei Tage sollte die Lösung gefiltert und erneut gesättigt werden, bis die gewünschte Kristallgröße erreicht ist.
• Der fertige Kristall sollte trocken, am besten in einem verschlossenen Glas o.ä., aufbewahrt werden.

Resultate
möglichst quantitative
Bei einer Versuchsdauer von 2 Wochen erhält man bis zu 5 cm große Kristalle.
Bemerkungen
&
Tricks

• Kupfer(II)-Sulfat ist eine giftige Substanz und sollte daher nicht verschluckt oder eingeatmet werden. Vor allem wenn Schüler damit hantieren, sollte darauf geachtet werden.

• Der Versuch ist insgesamt sehr zeitaufwendig und eignet sich eher im Rahmen eines Praktikums als in einer Unterrichtsstunde.

• Es ist auch möglich, Kristalle aus Kochsalz zu züchten. Die Durchführung ist analog, hat aber den Vorteil, dass die Schüler den Versuch selbständig (auch zuhause) durchführen können. Die Kristalle erreichen jedoch nur eine Kantenlänge von ein bis zwei Millimetern.